Anekdotisch Evident

Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

27. Mai 2021
von Katrin
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Nachschlag Kindheit und Fortschritt

Da Katrin irrtümlich den Nachschlag zum Thema Kindheit übersprungen hat, gibt es heute einen Doppelnachschlag zu beiden Themen. Alexandra erzählt, warum sie der Satz „Das ist nichts für Kinder“ immer schon sehr betrübt hat, als Betroffene – aber auch jetzt, als Erwachsene, die diesen Satz nicht selten hört, wenn andere Erwachsene Kinder von Wissen und Teilhabe ausgrenzen. Gleichzeitig wird andererseits von Kindern oft viel zu viel erwartet – beides, ohne zu beachten, ob Kinder schon bereit sind oder nicht. Ohne die individuelle Entwicklung und Mündigkeit zu berücksichtigen.

Beim Thema Fortschritt geht es um die schleichende Veränderung, mit der dieser oft einhergeht – ein Prozess, den Ulrich Beck als „reflexive Modernisierung“ bezeichnete. Wie diese funktioniert und woran wir sie in unserer heutigen Zeit erkennen können, zB in diesem Wahlkampf-Jahr und am Erfolg der Klimabewegung, aber auch an ganz anderen Sprach-Regelungen, als noch in den 1990er Jahre – alles das besprechen wir, wie immer anekdotisch, aber auch sehr soziologisch und pädagogisch evident.

Links und Hintergründe

Wenn euch anekdotisch evident gefällt, dann schmeißt doch ein paar Euro in einen unserer Hüte – das hält das Angebot am Leben.

22. April 2021
von Katrin
13 Kommentare

Fortschritt

Mitten in der Pandemie erscheint die Idee des Fortschritts oft weit, weit weg. Und wenn es um den Fortschritt geht, dann kommt er oft mit einem bitteren Beigeschmack daher, einer düsteren Seite, unintendierten Nebenfolgen dessen, was als „innovativ“ und „revolutionär“ gilt. Eine positive Erzählung von Fortschritt – es ist schwer geworden, sie zu finden. Wir wollen aber gern einen Anstoß geben, sie gemeinsam zu entwerfen – alle zusammen.

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6. April 2021
von Katrin
2 Kommentare

Nachschlag Öffentlichkeit

Die Ambivalenz der Öffentlichkeit hat uns weiter beschäftigt. Wie kann man eine gute Balance erreichen, eine Öffentlichkeit schaffen, in der wir auch dann sicher bleiben, wenn wir Privates preisgeben? Einerseits kann erst eine öffentliche Enttabuisierung von bislang privat gehaltenen Problemen, zu wirklicher Emanzipation führen – „das Private ist politisch“, ist nicht umsonst ein feministischer Slogan. Und gleichzeitig bleiben viele Menschen mit ihren ureigensten Gefühlen, Ängsten und intimen Lebenserfahrungen lieber privat und das ist auch richtig, wichtig und gut so! Denn gerade die großen Social-Media-Plattformen ermutigen dazu, ALLES von uns preiszugeben, mit teils harten Folgen für Psyche und Lebensqualität.

Dieses „Sowohl als auch“ der öffentlichen Darstellung, das Wertschätzen der Privatsphäre auf der einen und Sichtbarmachen auf der anderen Seite, erfordert eine gewisse Klarheit und Kompetenz im Umgang mit der Öffentlichkeit. Die Fähigkeit Nutzen und potentiellen Schaden abwägen zu können. Chancen und Risiken zu kennen und dann selbstbewusst und kompetent den eigenen Weg einzuschlagen. Und: Nicht jedeR muss politisch sein. Pick your battles.

Links und Hintergründe

Den Nachschlag gibt es jetzt für alle – kostenlos und werbefrei. Damit es dieses Angebot auch in Zukunft gibt, brauchen wir eure Unterstützung. Alle Wege, wie ihr uns Geld zukommen lassen könnt, findet ihr auf unserer Webseite anekdotisch-evident.de/geben

10. März 2021
von Alexandra
4 Kommentare

Kindheit

Ob Kindheit als die schönste oder die schlimmste Zeit des Lebens beschrieben wird, hängt davon ab, wen man fragt. Während die meisten Kinder möglichst schnell groß werden wollen, um endlich tun zu können, was sie wollen, verklären viele Erwachsene ihre frühen Jahre als Zeit der Sorglosigkeit und geistigen Offenheit. Wenn sie nicht gerade in der Psychotherapie mit dem „inneren Kind“ arbeiten müssen, um tiefsitzende Traumata und Ängste loszuwerden.

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit der Dialektik der Kindheit. Welche Widersprüche und Ambivalenzen stecken in dieser Phase, die ausnahmslos alle Erwachsenen durchlebt haben? Ist unsere Gesellschaft infantil, wie vielerorts behauptet wird? Und kann man sich seine Kindlichkeit bewahren, ohne kindisches Verhalten an den Tag zu legen? Finden wir es heraus!

Shownotes:

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25. Februar 2021
von Katrin
5 Kommentare

Nachschlag Humor

Auch in diesem Nachschlag zum Thema Humor kommen noch einmal die ganz großen Fragen auf den Tisch – wir haben Kommentare unserer Hörer*innen dabei, nehmen kritische Artikel unter die Lupe, sezieren sexistische und rassistische Witze und Sprüche, betrachten die Läuterung des Louis C.K., die Rolle von Repräsentation im Humor-Business (und in der Kultur allgemein) und vor allem werben wir (mal wieder) für Ambiguitätstoleranz.

Anekdotisch evident ist ein kostenloses Angebot, das für alle verfügbar und auch werbefrei bleiben soll. Um das zu gewährleisten, könnt ihr unsere Arbeit auf verschiedenen Wegen unterstützen.

28. Januar 2021
von Alexandra
4 Kommentare

Öffentlichkeit

Einst fand das Öffentliche auf Marktplätzen, in der Kirche und auf der Straße statt. In feierlichen Umzügen wurden die Mächtigen geehrt und Abweichler an den Pranger gestellt. Aber Öffentlichkeit hat nicht nur die Funktion, dem Besonderen eine Bühne zu geben. Sie ist auch eine Grundvoraussetzung der Demokratie, ein Forum, in dem ausgehandelt wird, wie wir miteinander leben wollen. Obwohl das Internet mit dem Versprechen der Teilhabe einherging, hat es die Medienöffentlichkeit in einer Weise verändert, die für die Demokratie bedrohlich ist. In dieser Folge gehen wir dem Dilemma nach und fragen nach den Verlusten und Gewinnen des Wandels von Öffentlichkeit.

Shownotes:

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30. November 2020
von Katrin
5 Kommentare

Nachschlag Dummheit

Eure Kommentare haben uns in eine Krise gestürzt. Gibt es das Phänomen Dummheit überhaupt? Und wenn ja, wie können wir ohne Verachtung darüber sprechen? Im Nachschlag ringen wir um die richtigen Worte für ein vielschichtiges, alles andere als eindeutiges Phänomen.

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12. November 2020
von Katrin
6 Kommentare

Humor

Übertreibung, Täuschung, Vagheit und Doppeldeutigkeit, Beleidigungen, Verzerrungen, Behauptungen ohne Evidenz: Humor leistet sich Dinge, die wir im echten Leben als unredlich und normverletzend wahrnehmen würden, aber die wir in seiner der Wirklichkeit enthobenen Sphäre mit Schmunzeln, Kichern und Lachen goutieren. Gelächter schafft Gemeinschaft, stärkt das Immunsystem, vertreibt trübe Gedanken, hilft Menschen durch die Krise.

Nicht ohne Grund steht Humor auf der Liste der begehrenswerten Eigenschaften ganz oben. Wir brauchen die heilende Wirkung des Humors mehr denn je, aber welche Zukunft hat er, wenn die Grenze zwischen witzig und verletzend immer dünner wird? Diesen und vielen anderen Fragen spüren wir in dieser Folge nach. 

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28. September 2020
von Katrin
5 Kommentare

Nachschlag Wohnen

Die Frage, was hässlich sein darf, das Haus in dem man lebt, oder der Ausblick aus dem Fenster, hat euch genauso umgetrieben wie uns! Im Nachschlag schlendern wir gedanklich nochmal durch „gute“ und „schlechte“ Viertel und fragen uns: Was macht den Wohnort wirklich lebenswert?

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27. August 2020
von Alexandra
13 Kommentare

Dummheit

„Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals unter ihr. Die schmerzhaft leiden, sind die Anderen.“ Dieses Zitat spiegelt nicht nur unsere Alltagserfahrung, sondern auch unser Verhältnis zur Dummheit. Wir sehen in ihr eine Abweichung von der Norm und glauben gern, dass sie immer nur die Anderen betrifft.

Aber wenn wir genau hinschauen, stellen wir fest, dass wir selbst die größten Dummbatze, Deppen und Idioten sind. Denn die Dummheit schillert in unendlich vielen Facetten: zwischen der liebenswürdigen Dummheit unserer Comedy-Helden und der gefährlichen Dummheit eines Donald Trump gibt es unvermeidbare kognitiven Verzerrungen, entwicklungspsychologische Phasen, die Hybris des Status oder überwältigende Gefühle, die unsere Intelligenz immer wieder auf den Prüfstand stellen. Wir wagen einen Blick in das Kabinett dieser Vielfalt und fragen nach dem richtigen Umgang – mit der eigenen Dummheit und der Dummheit der Anderen.

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