Anekdotisch Evident

Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

30. September 2021
von Katrin
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Nachschlag Neid

Sind uns die Unterschiede zwischen Neid und Missgunst zu sehr verwischt – oder kann auch reiner Neid sehr destruktiv sein, ohne dass man anderen Schlechtes wünscht? Welche Rolle Spielen Privilegien beim Aufkommen von Neid und wie geht man damit um? Welche Debatte müssten wir anstelle der „Neiddebatte“ führen, die als Totschlagargument immer genau dann kommt, wenn man aus sozialpolitischen Gründen dafür plädiert, gesellschaftlich von Oben nach Unten umzuverteilen? Und hat der Neid auch Gutes und Ästhetisches hervorgebracht – sozusagen Schönheit trotz niederer Beweggründe?

10. September 2021
von Alexandra
4 Kommentare

Nähe

Die Corona-Krise hat die ganze Welt gezwungen, sich mit Nähe und Distanz auseinanderzusetzen. Während den einen der Wert von Berührungen und körperlich erfahrener Gemeinschaft schmerzhaft bewusst wurde, atmeten andere, die täglich Belastung durch zu viel Nähe erfahren haben, auf.

Nähe ist hochambivalent. Sie bietet Raum für Zärtlichkeit und Gewalt. Nähe kann produktiv sein und beflügeln, aber auch einengen und ersticken. Sie hat Einfluss auf unser moralisches Handeln und unsere Fähigkeit, klar zu denken. Was gewinnen wir durch Nähe? Was verlieren wir? Die Antworten sind nicht immer naheliegend!

Links und Hintergründe

Wenn euch anekdotisch evident gefällt, dann schmeißt doch ein paar Euro in einen unserer Hüte – das hält das Angebot am Leben.

17. Juni 2021
von Alexandra
9 Kommentare

Neid

Neid hat viele Gesichter, und die meisten von ihnen sind Fratzen. Egal, ob er unverhohlen geäußert wird oder als Gerechtigkeitssinn oder scharfsinnige Kritik daherkommt; der Neid fügt vor allem den Neidern Schaden zu. Oder ist er vielmehr Ausdruck von Bewunderung? Ein Ansporn, mehr aus seinem Leben zu machen?

Eine der ersten Bibelgeschichten nach Adam und Eva handelt vom Neid und endet destruktiv – im Brudermord. Neid hat aber auch eine konstruktive Seite; ohne Neid wäre der Kapitalismus nicht denkbar (dabei werden nicht nur kapitalistische Gesellschaften von Neid in Bewegung gehalten). Wir haben hingeschaut, wo’s wehtut und laden euch ein, mit uns gemeinsam über ein komplexes Gefühl nachzudenken, das viel mehr über uns, unsere Sehnsüchte und Ängste verrät, als wir glauben … 

Shownotes:

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27. Mai 2021
von Katrin
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Nachschlag Kindheit und Fortschritt

Da Katrin irrtümlich den Nachschlag zum Thema Kindheit übersprungen hat, gibt es heute einen Doppelnachschlag zu beiden Themen. Alexandra erzählt, warum sie der Satz „Das ist nichts für Kinder“ immer schon sehr betrübt hat, als Betroffene – aber auch jetzt, als Erwachsene, die diesen Satz nicht selten hört, wenn andere Erwachsene Kinder von Wissen und Teilhabe ausgrenzen. Gleichzeitig wird andererseits von Kindern oft viel zu viel erwartet – beides, ohne zu beachten, ob Kinder schon bereit sind oder nicht. Ohne die individuelle Entwicklung und Mündigkeit zu berücksichtigen.

Beim Thema Fortschritt geht es um die schleichende Veränderung, mit der dieser oft einhergeht – ein Prozess, den Ulrich Beck als „reflexive Modernisierung“ bezeichnete. Wie diese funktioniert und woran wir sie in unserer heutigen Zeit erkennen können, zB in diesem Wahlkampf-Jahr und am Erfolg der Klimabewegung, aber auch an ganz anderen Sprach-Regelungen, als noch in den 1990er Jahre – alles das besprechen wir, wie immer anekdotisch, aber auch sehr soziologisch und pädagogisch evident.

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22. April 2021
von Katrin
13 Kommentare

Fortschritt

Mitten in der Pandemie erscheint die Idee des Fortschritts oft weit, weit weg. Und wenn es um den Fortschritt geht, dann kommt er oft mit einem bitteren Beigeschmack daher, einer düsteren Seite, unintendierten Nebenfolgen dessen, was als „innovativ“ und „revolutionär“ gilt. Eine positive Erzählung von Fortschritt – es ist schwer geworden, sie zu finden. Wir wollen aber gern einen Anstoß geben, sie gemeinsam zu entwerfen – alle zusammen.

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6. April 2021
von Katrin
2 Kommentare

Nachschlag Öffentlichkeit

Die Ambivalenz der Öffentlichkeit hat uns weiter beschäftigt. Wie kann man eine gute Balance erreichen, eine Öffentlichkeit schaffen, in der wir auch dann sicher bleiben, wenn wir Privates preisgeben? Einerseits kann erst eine öffentliche Enttabuisierung von bislang privat gehaltenen Problemen, zu wirklicher Emanzipation führen – „das Private ist politisch“, ist nicht umsonst ein feministischer Slogan. Und gleichzeitig bleiben viele Menschen mit ihren ureigensten Gefühlen, Ängsten und intimen Lebenserfahrungen lieber privat und das ist auch richtig, wichtig und gut so! Denn gerade die großen Social-Media-Plattformen ermutigen dazu, ALLES von uns preiszugeben, mit teils harten Folgen für Psyche und Lebensqualität.

Dieses „Sowohl als auch“ der öffentlichen Darstellung, das Wertschätzen der Privatsphäre auf der einen und Sichtbarmachen auf der anderen Seite, erfordert eine gewisse Klarheit und Kompetenz im Umgang mit der Öffentlichkeit. Die Fähigkeit Nutzen und potentiellen Schaden abwägen zu können. Chancen und Risiken zu kennen und dann selbstbewusst und kompetent den eigenen Weg einzuschlagen. Und: Nicht jedeR muss politisch sein. Pick your battles.

Links und Hintergründe

Den Nachschlag gibt es jetzt für alle – kostenlos und werbefrei. Damit es dieses Angebot auch in Zukunft gibt, brauchen wir eure Unterstützung. Alle Wege, wie ihr uns Geld zukommen lassen könnt, findet ihr auf unserer Webseite anekdotisch-evident.de/geben

10. März 2021
von Alexandra
4 Kommentare

Kindheit

Ob Kindheit als die schönste oder die schlimmste Zeit des Lebens beschrieben wird, hängt davon ab, wen man fragt. Während die meisten Kinder möglichst schnell groß werden wollen, um endlich tun zu können, was sie wollen, verklären viele Erwachsene ihre frühen Jahre als Zeit der Sorglosigkeit und geistigen Offenheit. Wenn sie nicht gerade in der Psychotherapie mit dem „inneren Kind“ arbeiten müssen, um tiefsitzende Traumata und Ängste loszuwerden.

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit der Dialektik der Kindheit. Welche Widersprüche und Ambivalenzen stecken in dieser Phase, die ausnahmslos alle Erwachsenen durchlebt haben? Ist unsere Gesellschaft infantil, wie vielerorts behauptet wird? Und kann man sich seine Kindlichkeit bewahren, ohne kindisches Verhalten an den Tag zu legen? Finden wir es heraus!

Shownotes:

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25. Februar 2021
von Katrin
5 Kommentare

Nachschlag Humor

Auch in diesem Nachschlag zum Thema Humor kommen noch einmal die ganz großen Fragen auf den Tisch – wir haben Kommentare unserer Hörer*innen dabei, nehmen kritische Artikel unter die Lupe, sezieren sexistische und rassistische Witze und Sprüche, betrachten die Läuterung des Louis C.K., die Rolle von Repräsentation im Humor-Business (und in der Kultur allgemein) und vor allem werben wir (mal wieder) für Ambiguitätstoleranz.

Anekdotisch evident ist ein kostenloses Angebot, das für alle verfügbar und auch werbefrei bleiben soll. Um das zu gewährleisten, könnt ihr unsere Arbeit auf verschiedenen Wegen unterstützen.

28. Januar 2021
von Alexandra
4 Kommentare

Öffentlichkeit

Einst fand das Öffentliche auf Marktplätzen, in der Kirche und auf der Straße statt. In feierlichen Umzügen wurden die Mächtigen geehrt und Abweichler an den Pranger gestellt. Aber Öffentlichkeit hat nicht nur die Funktion, dem Besonderen eine Bühne zu geben. Sie ist auch eine Grundvoraussetzung der Demokratie, ein Forum, in dem ausgehandelt wird, wie wir miteinander leben wollen. Obwohl das Internet mit dem Versprechen der Teilhabe einherging, hat es die Medienöffentlichkeit in einer Weise verändert, die für die Demokratie bedrohlich ist. In dieser Folge gehen wir dem Dilemma nach und fragen nach den Verlusten und Gewinnen des Wandels von Öffentlichkeit.

Shownotes:

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30. November 2020
von Katrin
5 Kommentare

Nachschlag Dummheit

Eure Kommentare haben uns in eine Krise gestürzt. Gibt es das Phänomen Dummheit überhaupt? Und wenn ja, wie können wir ohne Verachtung darüber sprechen? Im Nachschlag ringen wir um die richtigen Worte für ein vielschichtiges, alles andere als eindeutiges Phänomen.

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