Anekdotisch Evident

Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

ae008 Emanzipation

| 4 Kommentare

Wer kann sich nicht an das abfällige Wort “Emanze” erinnern, mit dem man in den 90ern Frauen bedachte, die sich für Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt haben? Schlimme Leute waren das! Haarig unter den Achseln und borstig im Umgang. Oder? – NEIN. Denn Emanzipation ist das, was uns zum Menschen macht – zumindest würde Erich Fromm das vielleicht so sehen. Sie ist ein Prozess, der schon bei den alten Griechen angedacht wurde, als der Mensch von Pythagoras zum “Maß aller Dinge” erhoben wurde. In der Renaissance, mit den Humanisten und später der Aufklärung schlug sie sich frei aus den Ketten, in denen laut Rousseau der Mensch überall lag. Was also ist Emanzipation eigentlich? Wo finden wir sie? Wo findet sie noch heute statt, welche Bedingungen braucht sie und wie geht persönliche Emanzipation? – Stoff, für viele Anekdoten und noch mehr Berichte aus Historie, Kultur und Gegenwart unseres manchmal immer noch nicht ganz so freien Menschengeschlechts.

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4 Kommentare

  1. Sehr bereichernde Folge, vielen Dank!

  2. Hallo Alexandra, hallo Katrin.
    Emanzipation durch Bildung, aber mehr als Kant und sein “Sapere Aude”. “Race” wird in meinem Philosophie Studium an der Fern Uni Hagen (VIEL Kant und Hegel…) kaum erwähnt. Ich bin auf Du Bois aufmerksam geworden dank dem UnMute Podcast http://www.unmutepodcast.co/, sehr hörenswert: “We talk with a diverse group of philosophers as they give their take on controversial issues, pop culture, and the political and ethical dramas of our day.”
    Danke für die Sendung.

  3. Kadda: ” Manche Feministinnen benutzen das (#MeToo) für ihre Rebellion gegen Alles […] nicht in einer verantwortlichen Weise, sondern einer rein destruktiven Weise”

    Genau das trifft es sehr gut! Und weil so manche Leute mit dieser Einstellung sehr sehr laut sind, ist es mMn extrem wichtig, diese Abgrenzung ebenso laut und deutlich klarzustellen, weil man sonst damit eher Gräben als Brücken schafft.

    Als Mann, der in einem komplett anderen Soziotop aufgewachsen ist und praktisch kaum Berührungspunkte mit Frauenrechtlern hatte, war es z.B. für mich anfangs wirklich schwer, die richtigen Abrenzungen zu erkennen.
    Ich bin ein großer Verfechter einer echten Gleichberechtigung, aber die Darstellungen mancher Feministinnen empfand ich dabei schlichtweg als falsch. Ich musste mich erst intensiv in diese Thematik einlesen und hören, um diese feinen Abgrenzungen zu erkennen.

    Die Gefahr, dass der Feminismus auf dieser Basis einfach als Gegenstück zum männlichen Chauvinismus gesehen wird und damit in der gleichen Schublade landet, ist extrem hoch und wird damit den Bestrebungen vieler Feministinnen, die sich wirklich für eine echte Gleichberechtigung einsetzen einfach nicht gerecht.

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