Anekdotisch Evident

Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

ae001 Luxus

| 16 Kommentare

Was lange im Geheimen ausgeheckt wurde, ist nun endlich on air!

In der ersten Folge unseres neuen Podcasts sprechen wir über die glanz- und peinvollen Facetten des Luxus. Was ist Luxus? Brauchen wir ihn? Wollen wir lieber in einer Welt mit oder ohne Luxus leben?

Wir haben unsere Erinnerungen befragt, Bücher und Artikel gelesen, Simpsons geschaut und Notizen gemacht. Dann haben wir drüber gesprochen. Das Ergebnis hört ihr hier:

16 Kommentare

  1. Luxus ist… die Todoliste zu ignorieren und mit einer Tasse Tee meinen zwei Lieblingspodcasterinnen beim Plaudern zu lauschen…
    Vielen Dank für diesen vielversprechenden neuen Podcast; ich freue mich wie ein kleines Kind auf die kommenden Folgen!

  2. Tolle Sendung, schöne Formatidee und das von zwei meiner Lieblingsmenschen aus dem deutschsprachigen Internet !

    Der Betrachtung “Bildung als Luxus” würde ich mal den kritischen Diskurs über das Lebenslange Lernen entgegensetzen. Lesetipp : Ulla Klingovsky – Lebenslanges Lernen im Postfordismus – Zur Transformation von Begründungsfiguren des Lehren und Lernens. Findet man als PDF durch google-Suche.

    Liebe Grüße und bitte mehr !

  3. Hat mir sehr gut gefallen. Die Gedankenkette Luxus = Eigene Entscheidung für Dinge über bzw. unter das vorgeblich Notwendige hinaus hat schon ihren eigenen Reiz und regt zum weiterdenken an.

    Freue mich auf weitere Folgen.

  4. Ich bin auf euren Podcast gestoßen, weil Alexandra ihn sehr effektiv in der letzten WRINT-Folge beworben hat. Alexandras “In trockenen Büchern” ist sowieso (neben dem Explikator, Politicum, den Stephanie Dahn-Podcasts, den Spoiler- und Troja-Alerts und WRINT) einer meiner Muss(!)Podcasts. Die Doppelung von ItB und ae zu diesem Thema find ich sehr gelungen.
    Erst mal Glückwunsch zu dieser Folge: Die Mischung aus Subjektivität, educated hunches, Reflexion und Referenz auf Literatur fand ich einfach … anregend (sexuell missverständliche Bemerkungen verkneif ich mir hier)!
    Für mich als Mann war es auch interessant, eurer Art der Gesprächsführung zuzuhören. Alexandra finde ich in ihrer autentischen Mischung aus Intellektualität und Subjektivität sowieso immer hörenswert. Kathrin ist geistreich und sympathisch. Interessant fand ich, dass du manchmal sehr “mädchenhaft” sprichst, Konsens statt Divergenz, ein interessanter Gegensatz zu “männlichen” Podcasts, weil Männer immer lieber Unterschiede als Gemeinsamkeiten herausstellen.
    Inhaltlich fand ich euch super. Ich wünschte, ich könnte meine beiden Töchter dafür begeistern. Die Kleine fährt gerade die Marken-Schiene und hat das “Glück”, dass wir uns JETZT diesen Luxus leisten können. Finde ich das gut? Nö, aber das Gefühl abgehängt zu sein, kenne ich auch. War wirklich kein gutes Gefühl. Wir versuchen jetzt mal bei unseren Töchtern die Variante, Mittelschichts-Luxus und kritisches Denken zu verbinden, Ob das ein Erfolg wird, werden wir sehen.
    Die Erfahrung, ich kann mit dem Materialismus meiner Umgebung nicht mithalten, ich bin ein armes Würstchen und gehöre nicht dazu, kenn ich als Wessi auch. Geadelt hat es mich nicht und intereessanterweise hängen die Minderwertigkeitsgefühle länger nach, als die kognitive Verarbeitung. Der Luxus gesunder Ernährung, gelegentlicher Eskapaden wie teurem Essengehen und qualitativ guter Bekleidung (ich trag das jetzt auch die nächsten 5-6 Jahre) schätze ich sehr, Und ich schätze die Freiheit, mich nicht dem Diktat einer Peer-Group unterwerfen zu müssen. Das Ausgeschlossensein hat weh getan, die geistige
    Unabhängigkeit … mit irgendwas muss man die eigene Geschichte doch zu einer Erfolgsgeschichte umdeuten!

  5. Ein ganz großes Lob an euch. Ich habe über die Wrintheit davon erfahren und war von der ersten Minute gefangen. Sehr schöne Idee und super umgesetzt. Ich bin gespannt auf weitere Folgen. 5 Sterne, gerne wieder!

  6. Eine wirklich tolle erste Folge über ein Thema, dass keinen kalt lässt. Es ist mir selten passiert, dass mich ein Podcast so “reingezogen” hat beim zuhören. Der Anfang locker, dann gleich voll rein in den Kontext von Luxus als Abgrenzung, nach oben oder unten. Da kam bei mir das eine oder andere “aber” und “nicht ganz” auf, was aber im letzten Teil alles thematisiert wurde. Das hat sich schon fast wie Gedanken lesen angefühlt. Ich freue mich auf weitere Folgen.

    Und ein kleiner Tipp für alle Luxus-Rebellen: morgen mal 15min früher aus dem Haus und in aller Ruhe zuschauen wie sich der Pöbel abhetzt 😉

    Grüsse aus Zürich

    Andreas

    • Andreas, dass ist kein Luxus-Rebellentum, sondern die Überheblichkeit der Lerchen, gegen die ich, als geborene und langfristig konditionierte Eule rebellieren muss!

      • Hi Geri

        Natürlich ist das individuell, für Eulen wäre es dann z.B. eher eine Stunde später gehen und sich über freie Sitzplätze im ÖV freuen. Halt einfach etwas, das du persönlich als Luxus empfindest, im Sinne von das eigenen Leben (und wenns nur kleine Dinge sind) gestalten zu können.

        Andreas

  7. Weil hier IMO so oft die “Pay me”-Popup-Overlays erscheinen:

    Darf ich guten Gewissens auch ohne zu zahlen den Podcast hören, oder rechnet Ihr fest mit einem bestimmten (welchen?) Gesamtumsatz, der nötig ist zum Fortführen des Projekts?

    • wir rechnen mit einem irgendwie gearteten Umsatz, haben keine Ahnung, wie groß der sein wird, ist uns auch wurscht, denn uns macht das Projekt so viel Spaß, dass es keine Frage ist, ob wir es fortführen!! 🙂
      natürlich stecken wir Arbeit rein (und Geld), und wir freuen uns über alles, was zurück kommt. erwarten aber nichts. okay?
      danke fürs zuhören!
      Gruß
      Kadda

      • Alles klaro, vielen Dank.

        Mir ist es lieber, einmalige (höhere) Beträge zu geben, als regelmäßig etwas.

        (Das Regelmäßige schleicht sich so ein und summiert sich so unbeaufsichtigt, unkontrollierbar immer höher, so wie Geheimdienste, die sich jeglicher Überwachung und Kontrolle entziehen).

  8. Für mich wäre es Luxus einmal ohne Angst zur Arbeit gehen zu können.

  9. “magische Transformation” ist ein super Ausdruck.
    Ich hatte diese Vorstellung leider auch als Jugendliche. Wenn ich dies und das kaufe, dann wird alles toll. Wenn ich 18 bin, dann werd ich automatisch durchsetzungsstark sein und keine Minderwertigkeitsgefühle haben usw.
    Die magische Transformation ist nie eingetreten und die darauf basierenden Lebensträume sind zerbrochen und daran bin ich zerbrochen. Da hat auch nur eine Psychotherapie geholfen.
    Wieso müssen so viele Menschen diese Probleme mit dem niedrigen Selbstwertgefühl usw. durchmachen? Kann man dem nicht irgendwie vorbeugen? Meistens sind es ja “dumme Jugendliche” (weil wenig Lebenserfahrung), die sich ihre Traumschlösser ausdenken und an der Realität leiden und vielleicht in Depression verfallen.

  10. Bücher kenne ich auch als Luxus.
    Ich hab mir immer so sehr eigene Bücher gewünscht. In Kasachstan hatte ich Kinderbücher, aber hier lebten wir wirklich von der Hand in den Mund, wodurch ich ganz lange keine Bücher hatte oder sehr wenige. Erst als ich es hinbekommen habe mich bei der Bücherei anzumelden usw. hatte ich Zugriff aus viele Bücher, trotzdem war ich traurig, dass ich sie jedes Mal weggeben musste. Schulbücher hatte ich natürlich, aber das war auch schlimm, dass man richtig viel Geld dafür ausgeben musste, damit meine Geschwister und ich für das neue Schuljahr diese paar Bücher bezahlen mussten.
    Ich mag es nicht Geld für Sachen auszugeben, die ich nicht selbst ausgewählt habe, dadurch waren Schulbücher irgendwie an sich Luxus, aber für mich persönlich unnötiger Luxus, weil jemand anderes das festgelegt hat.

    • Da fällt mir ein: Wenn ich jetzt von Leuten höre, welche Dinge sie als Kinder hatten und worüber sie sich freuten, dann geht es mir sehr schlecht und ich fühle mich wieder wie das Kind, was damals sich etwas so sehr gewünscht hat. Auch über so doofe Dinge wie Benjamin Blümchen Torte oder dass die Kinder mit ihren Eltern in Urlaub waren oder dass sie Musikinstrumente gekauft bekamen oder dass sie ins Kino gegangen sind oder in einem Sportverein waren.

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