Anekdotisch Evident

Kultur und Wissenschaft durchs Prisma der Plauderei

Kontext

| 5 Kommentare

Kontext ist ganz entscheidend dafür, wie wir Aussagen und Handlungen, Sachverhalte und Ereignisse bewerten. Ohne Kontext sind weder faire Urteile noch mündige Entscheidungen möglich. Warum blenden wir ihn dennoch so häufig aus? Katrin hat ein paar psychologische und evolutionsbiologische Erklärungen dafür. Wir sprechen darüber, warum Kontext der Funktionslogik von Social Media widerspricht und warum Journalismus so häufig an seinen eigenen Ansprüchen scheitert. Alexandra sieht Kontext zudem als etwas, das in Begegnungen zwischen Menschen entsteht, in Subkulturen und in der Kunst, und dessen interaktive Schaffung ein Ausdruck von Freiheit ist. Könnte die Gesellschaft gerechter und gelassener sein, wenn wir Kontext ernster nehmen würden?

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Shownotes:
Diskursmonitor: Glossar: Kontextualisieren
Podcast: Die Wochendämmerung
CICERO: Der Dreck bleibt haften: Interview mit Marie-Luise Vollbrecht
taz: Rechtes Internet feiert die „Ostmulle“
Wikipedia: Resting Bitch Face
Wikipedia: Bitch
Deutschlandfunk: Behemoth im Porträt
Revolvermag: Twin Temple: Satanic Doo-Wop
Sein und Streit (Podcast): Hartmut Rosa über schwindende Spielräume
Wind und Wurzeln: Wie wir Scheindebatten und Tibalismus stoppen
Hanser: Bernhard Pörksen: Zuhören

5 Kommentare

  1. hallo.
    danke für podcast!
    die lautstärke und die art der neuen werbung machen das hören aber super anstrengend.
    würde das abo aus dem podcatcher löschen wenn das so bleibt. :/

    • wir bieten auf steady die Möglichkeit, einen werbefreien Feed zu abonnieren. Das ist eine gute Alternative und Win Win: du hörst keine Werbung und wir sind einen Schritt weiter in Richtung unabhängige Finanzierung unseres Podcasts.
      Solange die Einnahmen über die Crowd nicht ausreichen, sind wir auf Werbung leider angewiesen.

  2. Für mich ist – sowohl in der öffentlichen Debatte, als auch in dieser Podcast-Episode – nicht klar geworden, was Marie-Luise Vollbrecht mit ihrem Vortrag eigentlich sagen wollte.

    Gehen wir mal von der Grundhaltung aus, dass es bei jeder Spezies höchstens zwei biologische Geschlechter gibt. Dieses ist meist genetisch festgelegt, aber manche Spezies können es im Laufe ihres Lebens wechseln (z.B. Clownfische), und manche Spezies sind beides zugleich (z.B. Bandwürmer).

    Und das Wichtigste: Es gibt ein soziales Geschlecht mit einem unbechränkten Variantenreichtum, welches nicht auf das biologische Geschlecht festgelegt ist, und sich im Laufe des Lebens (öfters) ändern kann.

    Also was wollte Frau Vollbrecht jetzt ausdrücken? Wollte sie nur über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum biologischen Geschlecht aufklären – oder wollte sie konservative Geschlechtervorstellungen bedienen oder gar untermauern? Oder war das nur rage bait, weil sie bekannt werden wollte?!

  3. Hei ihr beiden, vielen Dank für die neue Folge!
    Ich möchte mich auch mal kurz zur Werbung anschließen:
    Wir sind bei den letzten beiden Folgen auch bei der Werbung zusammengezuckt, weil der Werbespot deutlich lauter und sehr plötzlich war.
    Wir schließen jetzt ein Steady Abo ab, danke für den Hinweis!
    Irgendwie ist mir die Werbefreie Version untergegangen (ich dachte das wäre wie bei der Wochendämmerung „nur“ Unterstützung, vielleicht wollt ihr das demnächst nochmal bewerben 🙂

    Und kurz zur Werbung selbst: es wäre toll einen kurzen Einleitungsjingle vor der Werbung zu hören, das würde die Schärfe etwas brechen 🙂

    Vielen Dank nochmal für das tolle Format!

    • Hallo Fabian,

      danke für das Feedback.
      Das Problem ist: Aktuell ist unser Podcast für Host-Read-Werbung, also Werbung, die wir selbst einsprechen und produzieren, nicht groß genug. Das heißt, wir schalten gerade Werbung über Acast, unseren Hoster und Vermarkter, wo bereits vorproduzierte Werbung eingespielt wird. Das hat den Nachteil, dass wir da wenig Einfluss haben. Wir haben bestimmte Produktgruppen ausgeschlossen, die wir aus ethischen Gründen ablehnen. Der Rest läuft automatisch. Es gibt dann nur den Acast-Jingle, der immer vor Werbung läuft, aber nicht unseren eigenen Werbejingle.
      Wir arbeiten gerade daran, den Vermarkter zu wechseln und hoffen, dass es in Zukunft ein bisschen weniger Ärger bei denjenigen verursacht, die kein Abo bei steady abgeschlossen haben – aber das kann noch ein wenig dauern. In den kommenden Sendungen werde ich aber direkt am Anfang darauf hinweisen, dass ein Abo bei steady ermöglicht, die Sendung ohne Werbung zu hören. Das scheint ja wirklich nicht so bekannt zu sein.
      Viele liebe Grüße
      Katrin

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